In Altbauwohnungen soll es nach dem Willen des Bauten Ausschusses in diesem Jahr zu keiner Mietzinserhöhung kommen. Daher hat das Gremium das so genannte „2. Mietrechtliche Inflationslinderungsgesetz“ beschlossen – kurz: Mietzinsbremse. Demnach werden die Richtwertmieten im Jahr 2016 nicht an die Inflation angepasst. Kritik kommt unter anderem vom Österreichischen Verband der Immobilienwirtschaft.

Bei Wohnungen, die unter das Mietrechtsgesetz fallen, gilt: Die Richtwerte, an denen sich die Mieten orientieren müssen, werden jedes zweite Jahr an die Inflation angepasst. Zuletzt wurden die Richtwerte am 1. April 2014 angepasst, die nächste Erhöhung wäre also eigentlich am 1. April 2016 fällig. Genau diese Richtwerterhöhung hat der Bauten Ausschuss im Nationalrat nun ausgesetzt – mit der sogenannten Mietzinsbremse. Diese sieht vor, dass die nächste Mietzinserhöhung erst am 1. April 2017 eintritt. Danach sollen die Richtwerte wieder alle zwei Jahre angepasst werden. Das freut vor allem Mieter, denn es bedeutet, dass der Mietzins heuer nicht erhöht wird – es sei denn, es ändert sich etwas an der Ausstattung oder dem Erhaltungszustand der Wohnung.