Die Neuerungen seit 1.1.2016:

  1. Beteiligungsgrenze der Gesellschaftsanteile – Die entscheidende Beteiligungsgrenze an einer Gesellschaft mit österreichischem Grund wurde von 100 % auf 95 % herabgesetzt. Außerdem ersetzt die Organschaft die Unternehmensgruppe, sodass nun auch eine Unternehmensgruppe, die die Anteile vereinigt, die Grunderwerbsteuer auslöst. z.B.: Eine GmbH mit österreichischem Grund und folgenden Beteiligungen A mit 60 %, B mit 35 % und C mit 5%: Ein potenzieller Anwerbe übernimmt die Anteile A und B und vereint folglich 95 % der Anteile in seiner Hand und verpflichtet sich zur Zahlung der Grunderwerbsteuer.
  2. Treuhändige Gesellschaftsanteile – Seit 1.1.2016 ist für treuhändig übertragende Gesellschaftsanteile eine Zurechnung an den Treugeber vorgesehen. z.B.: A erwirbt 90 %, B 10 % einer Gesellschaft mit österreichischem Grund. B erwirbt die Anteile ahktgzls Treuhänder für A. Bereits mit dem Erwerb wird Grunderwerbsteuer fällig, weil eine Zurechnung der 10 % an A stattfindet. Überträgt B die 10 % Anteile an A, dieser hält nun 100 %, so ist NICHT noch einmal die Grunderwerbsteuer fällig, da mit dem ersten Erwerb alle Anteile bei A als Treugeber vereinigt waren. Für alle Anteile die vor dem 1.1.2016 treuhändig gehalten wurden, ist die Zurechnungsregel nicht anwendbar. Eine Übertragung von Treuhänder auf Treugeber ist grunderwerbsteuerpflichtig auch wenn der Treugeber bereits min. 95 % hält.